Volleyball 10.09.

Geschrieben von Jürgen Dreißigacker am . Veröffentlicht in 2019

Nach einem Jahr Pause kehrt Hendrik Dietz als Trainer beim Aufsteiger SV Mörlenbach zurück / Es gibt keinen gelernten Zuspieler in der Mannschaft / Abubakar Othman ist wieder fit

Bezirksoberliga ist eine Gratwanderung

Vor einem Jahr stieg der SV Mörlenbach aus der Volleyball-Landesliga ab und mit dem Abstieg endete auch eine Ära: Hendrik Dietz verabschiedete sich in die gewünschte Volleyball-Pause. Neun Jahre Traineramt lagen da hinter ihm – bis hierhin taktierte er in der Rolle des Coachs von der Seitenlinie aus oder agierte mittendrin als Zuspieler auf dem Feld. Er führte sein Team, das er in der untersten Spielklasse übernahm, bis in die Landesliga. Nach dem Abstieg gab es einige personelle Umbrüche zu verkraften.

Die Entscheidung, nicht in der Bezirksoberliga anzutreten, sondern sich in der Bezirksliga mit einer stark veränderten Mannschaft neu zu finden, ging auf. Mit einem deutlich verjüngten Kader wurde der SVM Vizemeister, und in der Sommerpause kam die Nachricht: Die Odenwälder steigen sogar in die Bezirksoberliga mit auf. Der Verein führte danach intensive Gespräche mit Dietz, der nun seit einem Monat wieder die Geschicke leitet und sich mit dem Team inmitten der Saisonvorbereitung befindet. Wir sprachen mit Hendrik Dietz.

Wie war die Volleyball-Pause für Sie?

Hendrik Dietz: Es war eine wirkliche Pause, ich habe mich nicht mit Volleyball beschäftigt, viel anderen Sport gemacht und mich an der Hüfte operieren lassen. Als es aber so schien, dass wirklich Not am Mann war, war die Pause lang genug, um wieder einzusteigen.

Im SVM-Kader hat es viele Veränderungen gegeben – wie würden Sie das Gesicht der Mannschaft beschreiben?

Dietz: Auf dem Papier ist die neue Mannschaft eine Mischung aus fünf Spielern der „alten“ ersten Mannschaft und der zweiten Mannschaft. Schön ist, dass Abubakar Othman nach Verletzungen wieder zurück ist. Viele Spieler sind aber erst die zweite oder dritte Saison dabei und noch eher unerfahren.

Wie sieht die Situation auf einzelnen Positionen aus?

Dietz: Wir haben alle Positionen doppelt besetzt. Nur auf der Zuspielposition haben wir mit Tobias Rauch keinen gelernten Zuspieler, aber er wird sich im Laufe der Saison gut zurechtfinden, da bin ich mir sicher. Auf Mitte, Außen/Annahme, Diagonal und der Liberoposition haben wir alle Positionen doppelt besetzt.

Was ist Ihre Trainings- und Spielphilosophie mit diesem Team in dieser Saison?

Dietz: Grundsätzlich ist es so, dass wir einen Pflichttrainingstermin haben mit 2,5 Stunden Training. Das ist eigentlich zu wenig und wir basteln an einem zweiten Termin, bei dem aber nicht alle können und der auch für mich nicht immer zu realisieren sein wird. Wichtig ist mir aber bei eingeschränktem Training eine möglichst große Spezialisierung auch im Training. Körperliche Defizite im Ausdauer- und Kraftbereich lassen sich mit einem Training nicht beheben. Grundsätzlich geht es mir aber darum, die einzelnen Spieler technisch und taktisch besser zu machen und an die Bezirksoberliga heranzuführen. Wichtig dabei ist Training mit Freude, es ist für alle Freizeit.

Was bedeutet der Aufstieg in die Bezirksoberliga für die Mannschaft?

Dietz: Eine Gratwanderung – aber es ist meistens leichter, die höhere Klasse zu halten, als in der unteren aufzusteigen.

Ist der Kader den Anforderungen gewachsen?

Dietz: Das wird sich zeigen, und es hängt viel davon ab, ob die Mannschaft Spaß und Anspruch miteinander verbinden kann, ob Verletzungen ausbleiben und wie die Trainingsbeteiligung ist.

Wie schätzen Sie die Bezirksoberliga ein?

Dietz: Schwierig zu sagen. Es gibt wenig Mannschaften, die Landesligaerfahrung haben, aber viele, die aus der Bezirksliga hochgekommen sind. Trotzdem zählt für uns nur der Klassenerhalt. drac

Nach einer Auszeit ist Hendrik Dietz als Trainer der Mörlenbacher Volleyballer zurück. Archivbild: Simon Hofmann

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