Fußball 09.01.

Geschrieben von Jürgen Dreißigacker am . Veröffentlicht in 2019

Fußball: SV/BSC Mörlenbach will in der Kreisliga B noch ein paar Plätze nach oben kommen / Die jungen Spieler sollen mehr Verantwortung übernehmen

„In die Leistung muss mehr Konstanz rein“

Nach einem guten Start schlug die Verletzungsmisere voll zu. Der SV/BSC Mörlenbach fing in der Fußball-Kreisliga B ansprechend an, holte einige Siege, stand ganz vorn in der Tabelle, bevor dann die Serie im Laufe des Septembers und Oktobers riss. Nach der Winterpause hofft Trainer Tobias Heer nun, mit wieder genesenem und vollständigem Kader aufs Neue angreifen zu können und in der Tabelle von Platz acht kommend einige Ränge gutzumachen.

Zu viele Ausfälle

Kennzeichnend für die Personalmisere war laut dem Coach die Partie in Affolterbach. „Da hatten wir in der ersten und zweiten Mannschaft zusammen 18 Ausfälle“, sagt er. Der enge Kader zog sich wie ein roter Faden bis zur Winterpause hin. In der B-Liga-Elf „fehlten im Schnitt sechs bis acht Leute“, so Heer. Das lässt sich einfach nicht mehr kompensieren. Vor allen, weil die Stammspieler auch als Führungskräfte auf dem Platz schmerzlich vermisst werden.

„Wir haben einen schönen Fußball gespielt und viele Tore geschossen“, hebt der Trainer hervor. Leider aber „haben wir auch viele bekommen“. Er führt das unter anderem darauf zurück, dass die Nerven der jungen Spieler ins Flattern kommen, wenn die „Leitwölfe“ fehlen. Einsatz und Moral stimmen, hebt der Coach hervor. Allerdings werden die Jungs durch kleine Fehler schnell aus der Bahn geworfen. Beispiel ISC Fürth. „Da waren wir drei Mal frei vor dem Tor und haben das Ding nicht reingemacht.“ Kaum tauchte der Tabellenführer einmal vor dem Mörlenbacher Kasten auf, zappelte die Kugel im Netz. Eine Abgezocktheit, die den eigenen Spielern fehlt. Dazu kommt: „Wir kassieren zu einfache Gegentore“, moniert Heer.

Dass seine junge Elf auch anders kann, zeigte sie unter anderem in der Partie bei Türkspor. „Das war ein super Spiel“, freut sich der Trainer. „Wir lagen hinten und haben das Ding noch gedreht.“ Gegen den aktuellen Dritten Trösel holte man noch ein Unentschieden, bei der Begegnung gegen Zotzenbach waren genug Chancen da, „aber wir haben den Ball nicht über die Linie bekommen“. Unterirdisch lief es in den Partien gegen Hambach und VfL Birkenau II. „Da waren wir nicht auf dem Platz“, ärgert sich Heer. Zum Glück gab es vor der Winterpause noch zwei Siege, sodass der SV/BSC etwas optimistischer ins neue Jahr ging.

Nachholspiel in Rodau

Mit neuen Kräften und allen Mann an Bord geht der Blick nach oben. Bereits am 17. Februar steht die Nachholbegegnung in Rodau an, weshalb das Training auch am 21. Januar beginnt. Wird in Rodau gewonnen, ist der Tabellenzweite SV Kirschhausen nur noch sechs Punkte entfernt. „Wir haben alle Teams von oben noch im direkten Vergleich“, macht Tobias Heer klar, dass die Mörlenbacher noch ein gewichtiges Wörtchen in der Verteilung der vorderen Plätze mitreden können. Er sieht sein Team von der Qualität her so stark, „dass wir den einen oder anderen ärgern können“. Erst einmal geht es ihm aber darum, einen verletzungsfreien Start hinzulegen. Auch wenn der achte Platz vom Kopf her schon Niemandsland bedeutet, „sollte es unser Anspruch sein, nach vorn zu kommen“. Das Team will das auch, weiß er. „Deshalb gehen wir das mal so an“, lächelt der Trainer.

Felix Wenzel kehrt zurück

Heer freut sich, dass sein Kader über den Winter zusammenbleibt. Verstärkung gibt es durch Felix Wenzel, einen ehemaligen Mörlenbacher Jugendspieler, der zuletzt in der Weinheimer A-Jugend kickte. Er soll auf der linken Außenbahn die Gegner aufmischen.

Drei Punkte will der Trainer angehen: die Chancenverwertung verbessern, individuelle Fehler in der Defensive abstellen und der jungen Mannschaft mehr Selbstvertrauen einbläuen. Denn der größte Teil des Teams entstammt der ehemaligen A-Jugend, die jetzt im dritten Jahr im Seniorenbereich spielt. „Die müssen selbst mal Verantwortung übernehmen. Jeder muss an sich arbeiten. In die Leistung muss mehr Konstanz rein“, so Heer. Manchmal zeigen die Jungs super Spiele, manchmal schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen. „Es geht nicht, sich immer nur auf andere zu verlassen“, so der Trainer. Andererseits weiß er auch, dass die fehlenden Kräfte in der Summe nicht zu kompensieren sind. Ziel ist es, an die Erfolge und guten Spiele zu Rundenbeginn anzuknüpfen. tom

Serkan Sabanci zieht ab: Neun Tore hat der Mörlenbacher bereits in dieser Saison erzielt, allerdings ließ die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf auch viele Chancen aus. Bild: Sascha Lotz

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