Volleyball 22.02.

Geschrieben von Jürgen Dreißigacker am . Veröffentlicht in 2016

Volleyball: SV Mörlenbach wehrt den Angriff der SG Weiterstadt und des TSV Auerbach mit aller Kraft ab und steht mit einem Bein in der Landesliga / Noch ein Sieg wird beim Letzten in Offenbach benötigt

Zwei Siege im Tiebreak sind der Matchball

Mörlenbach. Der Aufstieg in die Landesliga scheint jetzt nur noch Formsache zu sein. Hinter den Volleyballern des SV Mörlenbach liegt ein kräftezehrender und nervenaufreibender Doppelheimspieltag - er begann am Samstag um 15 Uhr und endete nach zehn gespielten Sätzen erst um 20.30 Uhr. Vier Punkte Vorsprung hatte der SVM vor dem direkten Verfolger, dem TSV Auerbach. Nun ging es gegen jene Auerbacher und gegen den letztmöglichen Konkurrenten, dem Tabellendritten SG Weiterstadt, darum, den Vorsprung zu halten.

Auch wenn der Aufstieg noch nicht ganz perfekt ist, hatte der SV Mörlenbach nach zwei Siegen in den Spitzenspielen gegen Weiterstadt und Auerbach allen Grund zum Feiern. Bilder: Hofmann

„Wir hätten mit zwei 3:0-, oder 3:1-Erfolgen schon den Aufstieg perfekt machen können, gleichfalls aber am Heimspieltag auch alles verzocken können“, betont Mörlenbachs Trainer Hendrik Dietz nach den Partien. Gegen die SG Weiterstadt kam der SVM gut in das Spiel und siegte mit 25:18 im ersten Satz nahezu ungefährdet. Doch dann kam, recht unerwartet, der spielerische Einbruch bei den Odenwäldern. Auf einmal dominierte Weiterstadt und der SVM hatte Mühe im eigenen Spielaufbau (18:25). Im dritten Satz setzte sich die Leistungsdelle fort - die Mörlenbacher schlugen achtmal in den Block und lagen mit 0:8 hinten. Der SVM musste Weiterstadt mit einer 13:25-Niederlage auf 2:1 wegziehen lassen.

Der sonst so ruhig coachende Dietz wurde dann aber in der Satzpause laut. Das sollte wirken: Das Spiel nahm wieder eine völlige Wendung ein. Der SVM präsentierte sich wie ausgetauscht und spielte stark auf, egalisierte mit einem 25:20 zum 2:2-Ausgleich. Der Tiebreak musste entscheiden. Vor allem Außenangreifer Abubakar Othman brachte seine Mannschaft mit einigen Angriffspunkten zum ersehnten 3:2-Erfolg (15:10).

Die Ausgangslage vor dem direkten Duell gegen den Verfolger TSV Auerbach war brenzlig. Der SVM hatte vor dem drittletzten Spiel der Saison nun einen Drei-Punkte-Vorsprung. Auerbach war sich der eigenen Chance bewusst. Im ersten Satz führte Auerbach lange Zeit mit drei, vier Punkten Vorsprung, doch der SVM kam zum Satzende dran und hatte dann sogar Satzball. Doch nach hart umkämpften Bällen konnte sich Auerbach mit 28:26 durchsetzen.

„Es war schon große Klasse, wie wir diese Situation von der Mentalität her gelöst haben. Wir hatten ja dann schon sechs Sätze in den Beinen. Jeder wusste, dass wir das Spiel nicht mit 1:3 oder 0:3 verlieren durften. Wir waren dennoch hungrig und unbeeindruckt“, analysierte Dietz.

Im zweiten Durchgang war die Dominanz im Mörlenbacher Block einfach zu stark, die rot-weißen Gäste fanden kein Mittel. „Wenn wir dann so stabil stehen, sind wir nur schwer zu schlagen, weil wir im Angriff das stärkste Team der Liga sind“, so Dietz. Mit 25:15 glich der SVM aus. Angetrieben von den vielen Zuschauern war der SV nun richtig in Fahrt und so ging auch der dritte Satz (25:18) an Mörlenbach. „Uns war bewusst, dass der vierte Satz jetzt noch mal sehr schwer werden würde und wir hatten uns viel vorgenommen. Aber wir konnten das Niveau der Vorsätze nicht mehr halten - der Substanzverlust war spürbar“, so der Mörlenbacher Trainer. Der Satz wurde kurios und zeigte, wie verrückt der Sport ist. Mit 12:4 lag Auerbach weit vorne. Dann kam der Mörlenbacher Thomas Freiwald und setzte neun Sprungaufschläge auf des Gegners Feldhälfte. Die Halle tobte beim zwischenzeitlichen 13:12 - doch dann brach der SVM noch mal ein und lag mit 14:20 hinten. Auerbach sicherte sich mit einem 25:18 dann ebenfalls den Tiebreak. Thomas Freiwald musste in der Folge mit Krämpfen ausgewechselt werden, für ihn kam mit Christoph Möhler der Routinier. Einen 0:3-Rückstand drehten die Odenwälder zu einem 4:3. Das hatte Signalwirkung: Der SVM gab die Partie nicht mehr aus der Hand und machte mit einem 15:11-Erfolg den zweiten 3:2-Sieg des Tages perfekt.

Am kommenden Samstag (27.) gastiert der SVM beim Tabellenletzten BSC Offenbach um 15 Uhr. Die Offenbacher konnten noch keinen Punkt in dieser Saison einfahren - gewinnen die Mörlenbacher das Spiel, ist der Aufstieg in die Landesliga perfekt. „Wir dürfen das nicht auf die lockere Schulter nehmen und müssen die Partie erst mal für uns entscheiden“, warnte Dietz. SV Mörlenbach: Palme, Lustig, Willnauer, Swiatek, Bordol, Freiwald, Möhler, Othman, Fritz, Rauch, Matthes. rac

Jochen Willnauer hechtet vergeblich zur Abwehr: Die Mörlenbacher mussten am letzten Heimspieltag noch einmal alles geben.

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